Der Zusammenhang zwischen Stressachse und Schilddrüsenfunktion
Energie, Stoffwechselrate und Stressanpassung werden über ein Zusammenspiel zwischen Hypothalamus, Hypophyse, Nebennieren und Schilddrüse gesteuert (die sogenannten HPA- und HPT-Achsen). Eine anhaltende Dysregulation des Stresshormons Cortisol kann die Wirksamkeit der Schilddrüsenhormone auf zellulärer Ebene beeinträchtigen.
- Nebennierenerschöpfung: Langanhaltender chronischer Stress kann den Produktionsrhythmus von Cortisol und DHEA in den Nebennieren stören. Ein anfänglich erhöhter Cortisolspiegel (mit innerer Unruhe und Schlafstörungen verbunden) kann im weiteren Verlauf in eine Phase mit niedrigerem Cortisolspiegel übergehen, die sich in ausgeprägter Erschöpfung äußern kann.
- Zelluläre Schilddrüsenresistenz: Ein im Labor unauffälliger TSH-Wert bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Zellen das Schilddrüsenhormon auch optimal nutzen können. Anhaltender Stress kann die Umwandlung des inaktiven Hormons T4 in das aktive Hormon T3 im Gewebe beeinträchtigen, sodass trotz vermeintlich normaler Standardwerte funktionelle Beschwerden bestehen bleiben können.
- Bioidente Herangehensweise: Im klinischen Ansatz von GEHA behandeln wir die Schilddrüse nicht isoliert mit synthetischem T4, während die Nebenniere unversorgt bleibt. Wir setzen stattdessen, wo medizinisch sinnvoll, auf bioidentes DHEA sowie kombinierte T3/T4-Formulierungen, um beide Systeme gemeinsam zu unterstützen.






